Zebras in der Savanne im Gegenlicht der Sonne

Die beste Reisezeit für eine Safari in Kenia sind die beiden Trockenzeiten: von Ende Juni bis Oktober und von Januar bis Februar. Das Gras ist kurz, die Tiere halten sich an Flüssen und Wasserstellen auf und die Pisten in den Parks sind gut befahrbar. In der Masai Mara findet von Juli bis Oktober außerdem die große Tierwanderung statt.

Einen wirklich schlechten Monat für Kenia gibt es trotzdem nicht. Die Regenzeiten bringen grüne Landschaften, weniger Fahrzeuge bei den Tieren und günstigere Lodges, und an der Küste um Watamu und Malindi ist es das ganze Jahr über warm. Hier sehen Sie, wie die einzelnen Jahreszeiten in den Parks und am Meer aussehen.

Die Jahreszeiten in Kenia im Überblick

Kenia liegt am Äquator, einen klassischen Sommer und Winter gibt es hier nicht. Die Temperaturen hängen eher von der Höhenlage ab als vom Monat: In Nairobi und im Rift Valley sind die Morgen kühl, in Tsavo und an der Küste ist es ganzjährig heiß. Was sich im Jahresverlauf ändert, ist vor allem der Regen.

  • Große Trockenzeit (Ende Juni–Oktober): sonnig, trocken und die beliebteste Zeit für Safaris.
  • Kleine Regenzeit (November–Anfang Dezember): meist kurze Schauer am Nachmittag oder in der Nacht, ganztägiger Regen ist selten.
  • Kleine Trockenzeit (Januar–Februar): heiß, klar und ruhiger als die Hauptsaison.
  • Große Regenzeit (etwa Ende März–Mai): die nasseste Zeit des Jahres, in der manche Pisten schlammig werden.

Die Zeiträume verschieben sich von Jahr zu Jahr um einige Wochen, und Regen in der Savanne bedeutet oft einen kräftigen Guss, nach dem wieder die Sonne scheint. Unsere Guides beobachten die Bedingungen täglich und passen die Route bei Bedarf an.

Gewitterwolken über der trockenen Savanne
Gnu beim Grasen im goldenen Gras

Juli bis Oktober: die klassische Safarisaison

In der großen Trockenzeit lassen sich Tiere am leichtesten beobachten. Das Gras ist niedrig, die Büsche verlieren ihre Blätter und die Tiere bleiben in der Nähe der letzten Wasserstellen. Im Nationalpark Tsavo East sehen Sie an den Wasserlöchern Elefanten, die mit rotem Staub bedeckt sind, und die Morgenstunden sind angenehm frisch.

Etwa ab Juli ziehen riesige Herden von Gnus und Zebras aus der tansanischen Serengeti in die Masai Mara. Die spektakulären Flussüberquerungen am Mara River erreichen meist im August und September ihren Höhepunkt. Den genauen Zeitpunkt bestimmen jedoch die Regenfälle – eine Überquerung an einem bestimmten Tag kann niemand garantieren.

Es ist zugleich Hochsaison. Die Lodges sind schnell ausgebucht und die Sommerferien fallen in dieselben Monate. Mehrtägige Safaris sollten Sie deshalb einige Monate im Voraus buchen, kürzere Ausflüge von der Küste lassen sich meist auch kurzfristig organisieren.

Das Wetter in Kenia Monat für Monat

Die Tabelle fasst die typischen Bedingungen zusammen. Sehen Sie sie als Orientierung, denn das Wetter in Ostafrika schwankt von Jahr zu Jahr spürbar.

MonatTsavo und AmboseliMasai MaraKüste (Watamu, Malindi)
JanuarTrocken und heiß, sehr gute SichtungenGut, weniger BesucherHeiß, ruhiges und klares Meer
FebruarTrocken und heiß, sehr gute SichtungenGut, weniger BesucherHeiß, ruhiges und klares Meer
MärzHeiß und schwül, gegen Monatsende oft erste RegenfälleGut bis zum RegenbeginnHeiß und schwül
AprilGroße Regenzeit, grüne Landschaft, teils schlammige PistenRegnerisch, sehr ruhigRegnerisch
MaiGroße Regenzeit, ruhigster MonatRegnerisch, sehr ruhigMeist der nasseste Monat
JuniEs wird trockener, gute PreiseTrockener, ruhigWeniger Regen, mehr Wind
JuliTrocken und kühler, ausgezeichnetDie Herden kommen meist anAngenehm, windigeres Meer
AugustTrocken, ausgezeichnetHöhepunkt der Migration, FlussüberquerungenAngenehm, windigeres Meer
SeptemberTrocken, ausgezeichnetHöhepunkt der Migration, FlussüberquerungenAngenehm, das Meer beruhigt sich
OktoberTrocken und heiß, sehr gutDie Herden ziehen langsam weiterWarm, ruhigeres Meer
NovemberKleine Regenzeit, meist kurze SchauerKleine RegenzeitKurze Schauer
DezemberGrün und warm, volle FeiertageGutHeiß, volle Feiertage

Wohnen Sie an der Küste, ist eine Safari nach Tsavo in jedem Monat möglich. In der großen Regenzeit wählen wir Routen und Lodges, die gut erreichbar sind.

Januar und Februar: heiß, klar und ruhiger

Die kleine Trockenzeit zwischen den beiden Regenzeiten ist unser Tipp für alle, die Menschenmengen meiden möchten. Nach den Schauern im November ist die Savanne noch frisch und viele Tiere haben Nachwuchs: Elefantenbabys, Zebrafohlen und junge Antilopen sieht man jetzt besonders häufig.

Es ist die heißeste Zeit des Jahres, nachmittags steigen die Temperaturen in Tsavo oft über 30 °C. Pirschfahrten konzentrieren sich deshalb auf den frühen Morgen und den späten Nachmittag, die Mittagshitze verbringt man am besten in der Lodge. An der Küste ist das Meer jetzt ruhig und klar, ideal zum Schnorcheln – und für viele eine willkommene Flucht aus dem deutschen Winter.

Elefantenbaby läuft durch das Gras
Safarifahrzeug auf einer grünen Ebene in der Regenzeit

April bis Juni und November: die grüne Saison

Die Regenzeiten haben einen schlechteren Ruf, als sie verdienen. Den ganzen Tag regnet es selten: Meist kommt ein heftiger Schauer am Nachmittag oder in der Nacht, der Rest des Tages ist klar. Die Landschaft wird grün, der Staub legt sich und das Licht ist ideal zum Fotografieren.

Die Nachteile sind trotzdem real. Im hohen Gras sind Tiere schwerer zu entdecken, einige Pisten werden schlammig und manche Camps schließen während der großen Regenzeit, meist im April und Mai. Dafür teilen Sie Tierbeobachtungen mit deutlich weniger Fahrzeugen und viele Lodges bieten Nebensaisonpreise.

In der Regenzeit lohnt sich besonders eine flexible Private Safari, bei der der Guide die Route je nach Wetter ändern kann.

Safari und Badeurlaub kombinieren

Die meisten unserer Gäste verbinden einige Safaritage mit einem Urlaub am Indischen Ozean. Die Küste hat ihren eigenen Rhythmus, den die Monsunwinde bestimmen:

  • Dezember bis März: heiß, schwül und mit ruhigem, klarem Wasser. Die beste Zeit zum Schnorcheln und für den Bootsausflug Blue Safari.
  • April bis Juni: die regenreichste Zeit an der Küste, am nassesten ist meist der Mai. Einige Hotels schließen für ein paar Wochen.
  • Juli bis Oktober: etwas kühler und angenehm für Ausflüge, dafür windiger und mit mehr Wellengang. Passt ideal zur Hauptsaison für Safaris.

Wer an Schulferien gebunden ist, findet in den Sommerferien im Juli und August die besten Safaribedingungen, während die Osterferien meist in die große Regenzeit fallen. Von Watamu, Malindi oder Mombasa aus ist eine Safari ab der Küste das ganze Jahr als Tages- oder Mehrtagesausflug möglich. Einen Überblick über die Parks finden Sie auf unserer Seite Kenia Safari.

Strand mit Palmen und türkisblauem Meer in Watamu

Häufige Fragen

Welcher Monat ist der beste für eine Safari in Kenia?

Für die meisten Reisenden August oder September: Es ist trocken, die Tiere sind gut zu sehen und die große Tierwanderung ist meist in der Masai Mara. Wer weniger Besucher und trotzdem sehr gute Sichtungen möchte, wählt Januar oder Februar.

Wann findet die große Tierwanderung in Kenia statt?

Die Herden erreichen die Masai Mara meist im Juli und bleiben etwa bis Oktober. Flussüberquerungen gibt es am häufigsten im August und September, der genaue Zeitpunkt hängt jedes Jahr von den Regenfällen ab.

Lohnt sich eine Safari in der Regenzeit?

Ja, wenn Sie flexibel sind. Es regnet selten den ganzen Tag, die Landschaft ist grün und die Parks sind ruhig. Rechnen Sie aber mit schlammigen Pisten, höherem Gras und im April und Mai mit einigen geschlossenen Camps.

Kann man über Weihnachten in Kenia auf Safari gehen?

Ja. Die kleine Regenzeit lässt im Dezember meist nach, die Savanne ist grün und voller Jungtiere. Da es eine beliebte Reisezeit ist, sollten Sie Safari und Flüge frühzeitig buchen.

Silhouetten von Akazien bei orangefarbenem Sonnenuntergang

Sie planen Ihren Reisetermin?

Schreiben Sie uns, wann Sie reisen und wo Sie wohnen. Wir empfehlen Ihnen die Parks und die Dauer, die in dieser Jahreszeit am meisten Sinn ergeben – vom Tagesausflug nach Tsavo East bis zu mehreren Tagen in verschiedenen Parks.

Reisende mit Hut beobachtet die Savanne aus einem offenen Safarifahrzeug