Strand mit Palmdach-Sonnenschirm und Palmen in Watamu

In Watamu schnorcheln Sie zwischen Korallen und Meeresschildkröten in einem Meeresnationalpark, erkunden die Mangroven von Mida Creek, besuchen die Swahili-Ruinen von Gede und starten zur Safari nach Tsavo East. Alles liegt nur eine kurze Fahrt von den Stränden entfernt – deshalb ist der kleine Ort an der Küste Kenias einer der besten Ausgangspunkte für einen aktiven Urlaub.

Watamu ist ruhiger als Mombasa oder Diani. Der Ort hat eine entspannte Dorfatmosphäre, weiße Strände und erstaunlich viele italienische Restaurants und Eisdielen, weil sich hier zahlreiche Italiener niedergelassen haben. Hier finden Sie die Erlebnisse, die wir unseren Gästen empfehlen, samt praktischer Tipps zu Gezeiten und Timing.

Watamu Marine National Park und Blue Safari

Das Meer vor Watamu steht seit 1968 als Meeresnationalpark unter Schutz, und das merkt man. Die Korallengärten nahe dem Ufer sind voller bunter Fische, und oft sieht man Meeresschildkröten, die Seegras fressen. Sie können direkt vom Boot aus schnorcheln oder trocken bleiben und die Unterwasserwelt durch den Glasboden eines Bootes betrachten.

Am einfachsten sehen Sie die schönsten Stellen an einem Tag bei unserer Blue Safari. Der Bootsausflug verbindet Schnorcheln am Riff, gute Chancen auf Delfine und einen Stopp an der Sandbank Sardegna 2 zwischen Watamu und Malindi, wo das Wasser flach und kristallklar ist. Die Schnorchelausrüstung wird gestellt, daher eignet sich der Ausflug auch für Anfänger.

Planen Sie nach den Gezeiten: Bei Ebbe liegen die Korallen näher an der Oberfläche und das Wasser ist meist ruhiger. Der Meerespark wird vom Kenya Wildlife Service (KWS) verwaltet und erhebt eine Gebühr, die in seinen Schutz fließt.

Meeresschildkröte schwimmt über Korallen
Boot auf dem Sand bei Ebbe

Strände, Sandbänke und Gezeiten

Die Strände von Watamu bestehen aus feinem weißem Korallensand und werden von felsigen Landzungen und kleinen Inseln unterbrochen. Am bekanntesten sind Watamu Beach direkt am Ort und die Turtle Bay, die im Meerespark liegt. Nicht weit von der Einfahrt nach Mida Creek liegt der ruhigere Garoda Beach, wo bei Ebbe eine lange Sandbank auftaucht.

Die Gezeiten verändern das Bild der Küste völlig. Bei Ebbe laufen Sie weit hinaus über den Sand und entdecken Felsbecken mit Seesternen und kleinen Fischen, bei Flut reicht das Wasser bis an die Felsen und ist ideal zum Baden. Fragen Sie im Hotel jeden Tag nach den Gezeiten und planen Sie Spaziergänge und Baden danach.

Tragen Sie bei Ebbe auf dem freiliegenden Riff Badeschuhe, denn zwischen den Steinen verstecken sich Seeigel. Und bitte betreten oder berühren Sie keine Korallen.

Mida Creek: Mangroven, Vögel und Sonnenuntergänge

Mida Creek ist eine von Mangrovenwald umgebene Gezeitenbucht, nur wenige Autominuten vom Zentrum Watamus entfernt. Bei Ebbe versammeln sich auf den Schlickflächen zahlreiche Watvögel, im europäischen Winter darunter viele Zugvögel aus Europa und Asien. Dazu kommen Reiher, Eisvögel und mit Glück Flamingos.

Ein von der lokalen Gemeinde betriebener Holzsteg mit Hängebrücke führt durch die Mangroven, sodass Sie trockenen Fußes tief in den Wald gelangen. Die Bucht lässt sich auch im Kanu oder bei Sonnenuntergang auf einer traditionellen Dhau erkunden, wenn das Wasser orange leuchtet. Mehr über Mida Creek lesen Sie auf unserer Seite Sehenswürdigkeiten in Kenia.

Besucher waten im flachen Wasser von Mida Creek
Steinerner Torbogen in den Ruinen von Gede

Ruinen von Gede und Arabuko-Sokoke-Wald

Wenige Kilometer landeinwärts liegen zwischen hohen Bäumen die Ruinen von Gede (auch Gedi geschrieben). Die Swahili-Stadt blühte etwa ab dem 12. Jahrhundert auf und wurde im 17. Jahrhundert verlassen – warum, darüber streiten Historiker bis heute. Sie spazieren zwischen den Resten von Häusern, einem Palast, Moscheen und Pfeilergräbern, während Weißkehlmeerkatzen von den Ästen zuschauen. Ein lokaler Guide am Eingang erzählt die Geschichten hinter den Steinen.

Gleich nebenan erstreckt sich der Arabuko-Sokoke-Wald, das größte erhaltene Stück Küstenwald in Ostafrika. Hier leben seltene Arten, die man anderswo kaum zu sehen bekommt, etwa das Goldenrücken-Rüsselhündchen oder die winzige Sokoke-Zwergohreule. Vogelkundler reisen aus aller Welt an; allen anderen empfehlen wir einen Morgenspaziergang mit einem lokalen Waldführer.

Schildkröten, Schlangen und Naturschutzprojekte

Watamu hat eine lange Naturschutztradition, und mehrere Projekte empfangen Besucher:

  • Local Ocean Conservation rettet und behandelt verletzte Meeresschildkröten und entlässt sie wieder ins Meer. Das Rehabilitationszentrum kann in der Regel besichtigt werden, und eine Spende unterstützt die Arbeit direkt.
  • Bio-Ken Snake Farm widmet sich der Schlangenforschung und der Aufklärung über Schlangenbisse. Bei einer Führung sehen Sie die wichtigsten Arten der Küste aus der Nähe und lernen, gefährliche von harmlosen Schlangen zu unterscheiden.
  • Gemeindeprojekte an Mida Creek und in Gede beziehen die Bevölkerung in den Schutz von Mangroven und Wald ein, etwa als Guides oder im Schmetterlingsprojekt Kipepeo bei Gede.

Diese Besuche passen in einen halben Tag und eignen sich für Familien mit Kindern oder für Tage, an denen das Meer für einen Bootsausflug zu unruhig ist.

Ausflüge ab Watamu: Hell's Kitchen, Malindi und Safari

Watamu ist auch ein praktischer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung:

  • Marafa Hell's Kitchen – eine durch Erosion geformte Schlucht aus rotem, orangefarbenem und weißem Sandstein im Hinterland von Malindi. Am schönsten am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang.
  • Malindi – eine lebhafte Stadt etwa eine halbe Stunde nördlich, mit der Vasco-da-Gama-Säule, die der portugiesische Seefahrer 1498 errichten ließ, einem Meerespark und einer belebten Uferpromenade.
  • Safari in Tsavo East – von Watamu erreichen Sie die Savanne in etwa drei Stunden. Lesen Sie, wie eine Safari ab der Küste abläuft und welche Variante zu Ihnen passt.

Die meisten Gäste verbringen ein bis zwei Wochen in Watamu und kombinieren Strandtage mit einem Bootsausflug, einem Natur- oder Kulturbesuch und einer ein- oder zweitägigen Safari.

Rote Sandsteinfelsen von Marafa Hell's Kitchen

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Watamu?

Von Dezember bis März ist das Meer am ruhigsten und klarsten, ideal zum Schnorcheln. Juli bis Oktober ist etwas kühler und gut, um Strand und Safari zu kombinieren, allerdings windiger. April bis Juni ist Regenzeit, und einige Hotels schließen in dieser Zeit vorübergehend.

Wie viele Tage sollte man in Watamu bleiben?

Mindestens vier bis fünf Tage, um den Strand zu genießen und Meerespark, Mida Creek und Gede zu sehen. Mit einer Woche oder mehr kommen Hell's Kitchen und eine ein- oder zweitägige Safari nach Tsavo East dazu.

Wie kommt man nach Watamu?

Der nächste Flughafen ist Malindi, etwa eine halbe Autostunde entfernt. Vom internationalen Flughafen Mombasa dauert die Fahrt je nach Verkehr rund zweieinhalb bis drei Stunden.

Ist Watamu für Touristen sicher?

Watamu ist ein beliebter Urlaubsort, und die meisten Aufenthalte verlaufen problemlos. Beachten Sie die üblichen Regeln: Meiden Sie nach Einbruch der Dunkelheit menschenleere Strände, lassen Sie Wertsachen im Hotelsafe und buchen Sie Ausflüge bei registrierten Guides statt bei Strandverkäufern.

Traditionelle Dhau am Strand bei Sonnenaufgang

Sie wohnen in Watamu?

Wir holen Sie im Hotel ab – zur Blue Safari, zum Ausflug nach Hell's Kitchen oder zur Safari nach Tsavo. Schreiben Sie uns Ihre Reisedaten und was Sie erleben möchten, und wir stellen einen Plan für Ihren Aufenthalt zusammen.

Palmdach-Sonnenschirme an einem weißen Strand am türkisfarbenen Meer